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Petri-Kirche Marschacht

Die Petri-Kirche ist eine Saalkirche, ein einschiffiges Kirchengebäude mit nur einem einzigen, saalartigen Raum und kräftig gewölbter Decke. Die Innenraumgestaltung und die Ausstattung stammen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Erhalten sind die Altarbilder von der “Kreuzigung” und “Petrus und Paulus” (17.Jh.), ein Kronleuchter von 1719 und zwei Altarleuchter von 1753.Ein vierseitiger hölzener Glockenturm befindet sich neben der Kirche. Dokumente über die Gründung der Kirche fehlen, die wahrscheinlich bei Überschwemmungen und Bränden (um 1600 und 1904) vernichtet wurden.

Auf dem Friedhof, der die Kirche umgibt, finden nach wie vor Beisetzungen statt. Solche Kirchplätze und Friedhöfe können in Bereichen mit extensiver Pflege ein Refugium für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten werden. Zu diesen Pflanzenarten gehören Flechtenarten, Mauerraute, der Dolden-Milchstern und der Wiesen- sowie der Wald-Goldstern, der auch auf dem Friedhof in Marschacht zu finden ist.

Pfarrwitwenhaus

Wenige Meter östlich des Kirchenschiffes stand 272 Jahre das Pfarrwitwenhaus. Um 1698 erbaute Herrman Zimmermann das Haus, welches der Altersversorgung von Pastorenwitwen und deren Familien dienen sollte. Das Haus war nur einmal von einer Pfarrwitwe bewohnt. Ansonsten war es Heimstätte von verschiedenen Familien. 1815 wurde es umgebaut und beherbergte eine zeitlang eine Gaststätte bzw. Sonntagsschänke. 1970 wurde es abgebaut und zunächst eingelagert. 1995 - 1998 erfolgte der Wiederaufbau als Gasthof im Freilichtmuseum am Kiekeberg.


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