St. Marien-Kirche Drennhausen
Im Jahre 1308 entstand in Drennhausen eine hölzerne Kapelle als Filiale der Kirche in Marschacht (ursprünglich “Hachede”), denn der Weg zwischen beiden Orten war weit und wegen des Wassers oft schwer zu erreichen. Aus der Gründungsurkunde geht hervor, wie der Marschachter Pastor dafür sorgte, dass der neue Kollege in Drennhausen jährlich eine Lieferung Salz von der Lüneburger Saline erhielt.
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1347
Das bis heute erhaltene Kirchenschiff ist fertiggestellt und wird der Maria geweiht. Im Gegesatz zur Backsteinkirche in Marschacht besteht diese Kirche aus Ziegelsteinen.
Erst nach großem zeitlichen Abstand, nämlich in der Zeit des ausgehenden 30- jährigen Krieges wird bei der Kirche an- und umgebaut, und zwar Sakristei, Brauthaus und Dach. Beim Brauthaus handelt es sich um einen kleinen Anbau mit Zugang zur Kirche. Durch diesen Zugang wurde die Braut zum Altar geführt, weil die ursprüngliche Bestuhlung im Kirchenraum keinen breiten Mittelgang hatte, in dem zwei Personen nebeneinander gehen konnten. Durch das Brauthaus wurden auch die Särge bei einer Beerdigung getragen.
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1667
werden die ersten Eintragungen im “Drennhauser Kirchenbuch” vorgenommen. Dieses liefert bis heute einen wesentlichen Beitrag für die Erschließung der hiesigen Kirchengeschichte.
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um 1813
am Ende der Franzosenzeit (1793-1814) dient die Kirche den Besatzern als “Kastell an der Elbe” und ist mit einem tiefen Graben und Pallisaden umgeben.
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um 1817
nach den Freiheitskriegen wird die Kirche neu eingerichtet: Kanzelaltar, Empore, Gestühl und Nummerntafeln in klassizistischem Stil. Der Kanzelaltar ist im Kirchenkreis einzigartig: der Pastor, die Pastorin predigt erhöht aus der Altarwand heraus.
Eine weitere Besonderheit ist das “Auge Gottes” (ein Symbol der Dreieinigkeit), das aus dem abschließenden Dreieck der Altarwand auf die Gemeinde gerichtet ist. -
1850
wird der baufällig gewordene hölzerne Glockenturm, der neben dem Kirchenschiff stand, durch einen steinernen Turmanbau ersetzt.
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1857
Erhält die Kirchengemeinde die warm und voll klingende Eduard-Meyer-Orgel. -
1881
Der steinerne Turm erhält eine hängende Abendmahlsglocke. Sie trägt die Inschrift: “Kommet, denn es ist alles bereit” und ist mit einer schönen Efeuranke verziert.
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1915/17
Der Glasmaler Ferdinand Müller, aus Quedlinburg, gestaltetet die Fenster im Chorraum.

Ihre Bild-Predigt hat folgende Inhalte: Die Weihnachtsgeschichte - Jesu-Taufe durch Johannes - Der Auferstandene und Maria - Jesus und die Emmaus-Jünger - Jesus und der hinsinkende Petrus
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1966
beauftragt die Kirchengemeinde die Gießerei Rincker aus Sinn zwei weitere Glocken zu gießen. Die größere von beiden trägt die Inschrift "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Kirchengemeinde Drennhausen 1966"; die andere Glocke verkündet "Glaube, Liebe, Hoffnung. Kirchengemeinde Drennhausen 1966";
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1987/88
wird die Eduard-Meyer-Orgel aufwändig restauriert.
Zum Kirchenschatz gehören: Die Altarleuchter von 1747, eine Hostienbüchse von 1726 und ein Abendmahlskelch, der 1859 gestiftet wurde. Die Kirchengemeinde erfasst die Dörfer Drage, Drennhausen und Elbstorf. Rund um die Kirche finden auch heute noch Beisetzungen statt. Die Kirche lädt außerhalb der Gottesdienstzeiten als “Offene Kirche” täglich zur Besichtigung und besinnlichen Ruhepause ein.